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Projekt Sekretär: Zeichnungen
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Seiten- und Vorderansicht
Die
erste Zeichnung ist eine Seitenansicht, die in verschiedenen Farben unterschiedliche
und teilweise überlappende (weil übereinander verbaute) Elemente zeigt.
Am dunkelsten sind die Gerüstbalken dargestellt. Wo sie im linken Bereich gerundet verlaufen, wird es kompliziert. Da habe ich verschiedene Methoden angedacht und am Ende die Bögen einfach aus entsprechend dickem Material ausgefräst. Alternativ dazu kann man eine Reihe dünner biegsamer Leisten über einer passenden Rundung verleimen.
Eine
Alternative dazu wäre die Stückelung von 34*54mm Balken so wie hier im kleinen
Bild gezeigt. In jedem Balkenstück verläuft dann ein kleiner Teil der Rundung,
so dass für den Viertelkreis letztlich nur 4 Stücke miteinander zu verleimen
wären. Nachteil ist, dass die Maserung der Elemente später der Rundung nicht
folgen wird, sondern in geraden Stücken verläuft, die dann abwinkeln.
Orange dargestellt sind die Aufbauelemente aus den 10cm breiten Leisten, die auch als Sockelleisten dienen werden. Ganz hell schließlich die verkleidenden Kassetten, die aus 6mm Kiefernsperrholz bestehen.
Hier die Vorderansicht.
Balken
und Bretter haben die gleiche Farbe wie bei der Seitenansicht. Die nach
oben gerundeten Balken sind mit einem Farbverlauf dargestellt. Links und
rechts gibt es je eine Tür und eine Schublade. Darüber verläuft die ausziehbare
Arbeitsfläche, über der sich der Innenraum aufbaut. Alle Türen und Schubladen
haben ringsum 2mm Spiel, so dass sie sauber schließen können. Die Rundung
der oberen Schubladenfronten ist ebenfalls mit einem Farbverlauf angedeutet.
Diese Schubladen und überhaupt der gesamte obere Innenaufbau besteht in
seinem Rahmen aus nur 14mm dickem Material - das ist durch einen rötlichen
Braunton verdeutlicht. Der Monitor sitzt leicht nach oben versetzt im verfügbaren
Raum, dadurch erreicht er eine ergonomisch bessere Position und darunter
verbleibt Platz für die (in leicht nach oben führendem Winkel) eingelassene
Kamera sowie einen Kopfhörer- und Mikrofonanschluss links und rechts davon
(später wurden beide nach links verlegt). Direkt links und rechts vom Monitor
sitzen zwei kleine Säulen, die verschiedene Funktionen haben. Zunächst bringen
sie etwas Raumwirkung in die Front des Monitors, der dadurch stärker versetzt
wirkt. Dann verdecken sie den Übergang des Regalaufbaus zur Monitorhalterung
und schließlich ist die rechte nur mit Magneten befestigt. Man kann sie
dadurch leicht abnehmen und Einstellungen am Monitor vornehmen, dessen Bedienelemente
hinter seinem Rahmen sitzen.
Zugunsten der Lautsprecher habe ich jeweils links und rechts vom Monitor
eines der ursprünglich dort angebrachten Ablagefächer geopfert. Die Lautsprecher
sitzen dabei in einer kleinen Platte, die problemlos gegen eine andere ausgetauscht
werden kann, falls später einmal andere Lautsprecher verwendet werden sollen.
Grün dargestellt ist die gerundete Klappe sowie ihre seitlichen
Führungen,
deren Form man in der Seitenansicht erkennt.
Diese Zeichnungen sind zunächst ausreichend für die Dimensionierung der entsprechenden Teile. Ich erstelle sie in Corel Draw im Maßstab 1:10 und kann somit jedes einzelne Objekt leicht in die Plottersprache exportieren, die die Fräse versteht. Natürlich sind dazu viele weitere Zeichnungen der hier nicht sichtbaren Tiefe und der Einzelelemente erforderlich, denn es kommt nicht auf die spätere Anordnung der Teile im Möbel an, sondern auf die sinnvolle und verschnittarme Ausnutzung des Werkstoffes. Diese Einzelzeichnungen sind dann in den jeweiligen Projektschritten detailliert.
Die Rückansicht ist dagegen eher schlicht. Die Seiten und Rückwände erhalten noch etwas Pfiff durch Profilleisten in den Kanten, aber sie bestehen doch hauptsächlich aus großen schlichten Flächen. Daher erhalten die Kassetten umlaufende Intarsien und auch die Zwischenverbinder sind entsprechend gestaltet. Der Blickfang in der Rückwand wird jedoch das Unterteil mit den dortigen Kassetten sein, die die Wappen unserer Geburtsstädte zeigen und somit eine erhebliche Komplexität in der Fertigung mit sich bringen. Im Aufbau wurden hier zunächst Stücke mit einfachem umlaufendem Einlegerahmen verwendet, die Bilder kamen erst später hinein.
Fußraum
Im weiteren
Verlauf des Projekts wird die Anordnung der einzelnen Balken interessant,
hier daher ein Schnitt der untersten Ebene. Die im unteren Bereich der Zeichnung
in der Draufsicht dargestellte Ebene liegt 81mm über dem Boden. Das errechnet
sich aus der Anordnung dieser Balken, von denen nur ein Zentimeter sichtbar
bleiben soll und erklärt sich wie folgt: Die spätere Sockelleiste wird 95mm
hoch, darüber liegt ein Zierprofil mit 10 Millimeter Höhe. Weitere 10 Millimeter
sichtbarer Gerüstbalken ergeben eine Oberkante von 115mm für die Balken.
Da sie 34mm stark sind, liegt die Höhe ihrer Unterkante also bei 81mm vom
Boden. Weitere Details ergeben sich aus den Maßen, im Download löst das
Bild besser auf.
Der obere Bereich der Zeichnung zeigt die Vorderansicht und definiert die Länge der vorderen vertikalen Seitenbalken sowie die Position des vorderen Querträgers, der zwischen den unteren Schubladen und der ausziehbaren Arbeitsoberfläche verläuft.
Zwischenverbinder
Man erkennt oben weiter die Anbringung des 580mm Stückes, es verbindet
die inneren Seiten im Fußraum. Damit werden drei Ziele verfolgt: Erstens
ermöglicht diese Anbringung die gleiche Verarbeitung der Kassetten, ansonsten
würde man hier die Innenseite der Rückwand sehen.
Zweitens
ist der Abstand so bemessen, dass in den entstehenden Hohlraum der
Subwoofer
des Soundsystems platziert werden kann. Und drittens schließlich erhält
das Möbel dadurch mehr Stabilität, da linker und rechter Teil ansonsten
nur durch die dünne Rückwand und ihren gefalzten Rahmen verbunden wären.
Wie tief der Zwischenraum zwischen dem 580mm und dem 1556mm Stück ausfällt,
wird anhand der Maße des Subwoofers festgelegt. Der verbleibende Fußraum
muss dabei ausreichend bemessen werden, damit Beine und Füße des Benutzers
dort Platz finden - zur Not muss der Subwoofer zerlegt werden und einen
schmaleren Kasten erhalten, damit er räumlich weniger Tiefe einnimmt. Hier
hat es auch so gereicht.
Weitere Maße beschreiben die Position der Zwischenverbinder. Ihre Unterkante sitzt 722mm über dem Boden. Ganz links ist ein Eckbalken eingezeichnet, der das verdeutlicht. Der untere rechte Teil der Zeichnung definiert die Länge der seitlichen Zwischenverbinder sowie die Position des vertikalen zum horizontalen Stück - um's kurz zu machen: es ist zentriert angebracht.
Oberer Aufbau
Auf der Seite mit der Beschreibung des oberen Aufbaus sind alle dort enthaltenen Elemente dargestellt. Ihre Form ist komplex und daher sind diese Elemente hier nochmal mit Maßen versehen. Die Miniaturansichten werden durch Klick vergrößert, Im Download lösen die Bilder noch besser auf.
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Ich habe diese Elemente mit Hilfe der CNC-Fräse gefertigt. Auf diesem Weg war es möglich, die Elemente zuvor optimal auszurichten, so dass sie automatisiert aus den abgerichteten Werkstücken ausgeschnitten wurden. Mit der Stichsäge geht das ebenso gut, erfordert aber das genaue Anzeichnen der komplex gerundeten Formen.
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